Lieferkette & Abhängigkeiten
- Kaffee, Kekse und Folien
Detailvorgaben und Vor-Ort-Audits machen Lieferanten prüfbar, nicht sicher. Steuern lässt sich über Risiko, Vertrauen und die eigene Seite der Schnittstelle.
- Redundanz statt Sicherung
Drei Kopien beim selben Anbieter sind eine Kopie. Ersatz gibt es in Höhe des Entgelts, nicht in Höhe des Schadens.
- Quellcode-Gläubigkeit
Geprüft wird der Quelltext. Ausgeliefert wird, was die Werkzeugkette daraus macht – und die prüft niemand.
- Die SLA-Lücke
Nach außen lesen wir jede Verantwortungsgrenze genau. Nach innen ersetzt Vertrauen die Vereinbarung.
- Gefangen in der Cloud
Die Cloud ist wie eine möblierte Wohnung: leicht bezogen, teuer verlassen. Vendor-Lock-in ist ein strategisches Risiko, kein Detail.
- Die Drittanbieter-Blindheit
Lieferantenbewertung fragt, wie sicher der Anbieter ist – nicht, wie abhängig wir sind. Ohne Abhängigkeits-Karte bleibt Resilienz Zufall.
- Das Phantom in der Pipeline
KI-Sprachmodelle halluzinieren Paketnamen systematisch — Angreifende können diese Phantome vorab registrieren.
- Das SBOM-Feigenblatt
Einmaliger SBOM ohne kontinuierliches Monitoring ist ein Compliance-Feigenblatt ohne Sicherheitswert.
- CRA – die stille Revolution ab September 2026
Ab September 2026 haftet, wer Software mit Sicherheitslücken ausliefert – der CRA ändert das Spielfeld.
- Die Lieferkette als blinder Fleck
SolarWinds, XZ Utils und OVH zeigen: Lieferantenvertrauen ohne Kontrolle ist Risikomanagement auf Papier.









