<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Ordinalskala on .kais blog</title><link>https://blog.0x2e6b6169.de/tags/ordinalskala/</link><description>Recent content in Ordinalskala on .kais blog</description><generator>Hugo</generator><language>de-de</language><lastBuildDate>Wed, 13 May 2026 07:35:00 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://blog.0x2e6b6169.de/tags/ordinalskala/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>Apfel × Handtuch = Regen</title><link>https://blog.0x2e6b6169.de/posts/2026-05-13-apfel-mal-handtuch/</link><pubDate>Wed, 13 May 2026 07:35:00 +0200</pubDate><guid>https://blog.0x2e6b6169.de/posts/2026-05-13-apfel-mal-handtuch/</guid><description>&lt;h2 id="-was-beobachte-ich"&gt;🔍 Was beobachte ich?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In jeder zweiten Risikomatrix multipliziert jemand Wahrscheinlichkeit mit Schadenshöhe. Aus „2 × 4 = 8&amp;quot; wird ein „mittleres Risiko&amp;quot;, aus „3 × 3 = 9&amp;quot; ein „hohes&amp;quot;. Die Ampel springt auf Rot, das Steuerungsgremium nickt.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="-was-soll-eigentlich-erreicht-werden"&gt;🎯 Was soll eigentlich erreicht werden?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Risiken sollen vergleichbar werden. Eine Zahl, eine Farbe, eine Entscheidung. Die Risikomatrix gilt seit Jahrzehnten als pragmatische Standardmethode.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="-warum-funktioniert-das-nicht"&gt;⚠️ Warum funktioniert das nicht?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Auf einer Ordinalskala ist nur die Reihenfolge definiert, kein Abstand. „Hoch&amp;quot; ist nicht doppelt so viel wie „mittel&amp;quot; – es ist einfach danach. Multiplikation und Addition sind dort undefiniert (Stevens, 1946). Selbst IEC 31010 stellt klar: „Mathematical formulae cannot be applied to ordinal scales&amp;quot; – die Praxis rechnet trotzdem. Ein Beispiel: 1 % × 100 Mio. € ergibt ordinal 1 × 5 = 5; 20 % × 1 Mio. € ergibt 3 × 2 = 6. Die Matrix kürt das fünfmal kleinere Risiko zum größeren. Cox zeigt: In typischen Matrizen werden weniger als zehn Prozent solcher Paare korrekt sortiert. Die Ampel ist Theater, kein Maß.&lt;/p&gt;</description></item></channel></rss>