<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Fehlerkultur on .kais blog</title><link>https://blog.0x2e6b6169.de/tags/fehlerkultur/</link><description>Recent content in Fehlerkultur on .kais blog</description><generator>Hugo</generator><language>de-de</language><lastBuildDate>Wed, 26 Aug 2026 07:35:00 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://blog.0x2e6b6169.de/tags/fehlerkultur/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>Der Maßregelungsreflex</title><link>https://blog.0x2e6b6169.de/posts/2026-08-26-massregelungsreflex/</link><pubDate>Wed, 26 Aug 2026 07:35:00 +0200</pubDate><guid>https://blog.0x2e6b6169.de/posts/2026-08-26-massregelungsreflex/</guid><description>&lt;h2 id="-was-beobachte-ich"&gt;🔍 Was beobachte ich?&lt;a class="heading-anchor" href="#-was-beobachte-ich" aria-label="Link zu diesem Abschnitt"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;A.6.4 gehört zu den wenigen Maßnahmen, die fast jede Organisation sauber dokumentiert hat. Ermahnung, Abmahnung, Kündigung – die Eskalation steht. Frage ich dagegen, was die Analyse des letzten Vorfalls ergeben hat, wird es still. Der Weg in die Personalakte ist kürzer als der Weg zur Ursache.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="-was-soll-eigentlich-erreicht-werden"&gt;🎯 Was soll eigentlich erreicht werden?&lt;a class="heading-anchor" href="#-was-soll-eigentlich-erreicht-werden" aria-label="Link zu diesem Abschnitt"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Regeln ohne Konsequenz sind Empfehlungen. ISO 27002 konkretisiert das: ein formales, kommuniziertes Verfahren – abgestuft nach Art, Schwere, Vorsatz, Wiederholung und Schulungsstand.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Das Phishing-Blame-Game</title><link>https://blog.0x2e6b6169.de/posts/2026-08-21-phishing-blame-game/</link><pubDate>Fri, 21 Aug 2026 07:35:00 +0200</pubDate><guid>https://blog.0x2e6b6169.de/posts/2026-08-21-phishing-blame-game/</guid><description>&lt;h2 id="-was-beobachte-ich"&gt;🔍 Was beobachte ich?&lt;a class="heading-anchor" href="#-was-beobachte-ich" aria-label="Link zu diesem Abschnitt"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Ich sehe simulierte Phishing-Mails, die auf das zielen, was Menschen bewegt: Gehaltsanpassung, Paketbenachrichtigung, Bitte der Geschäftsführung. Wer klickt, landet auf einer Seite mit rotem Balken, wird namentlich erfasst und zur Nachschulung eingeladen. Die Klickquote wandert als Fortschrittsbeleg ins Management-Reporting.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="-was-soll-eigentlich-erreicht-werden"&gt;🎯 Was soll eigentlich erreicht werden?&lt;a class="heading-anchor" href="#-was-soll-eigentlich-erreicht-werden" aria-label="Link zu diesem Abschnitt"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Beschäftigte sollen Angriffe erkennen. ISO 27001:2022 fordert in A.6.3 Sicherheitsbewusstsein, und eine Simulation macht messbar, was eine Folienschulung nur behauptet.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Das stille Veto</title><link>https://blog.0x2e6b6169.de/posts/2026-03-30-das-stille-veto/</link><pubDate>Mon, 30 Mar 2026 07:35:00 +0200</pubDate><guid>https://blog.0x2e6b6169.de/posts/2026-03-30-das-stille-veto/</guid><description>&lt;h2 id="-das-versprechen"&gt;🌟 Das Versprechen&lt;a class="heading-anchor" href="#-das-versprechen" aria-label="Link zu diesem Abschnitt"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Psychologische Sicherheit gilt als Fundament jeder ernsthaften Sicherheitskultur. Vorfälle müssen gemeldet, Schwachstellen ehrlich dokumentiert, Risiken realistisch eingeschätzt werden. Ohne ehrliche Signale ist die Sicherheitslage blind – das ist keine weiche Anforderung, sondern eine operative Notwendigkeit.&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;Jede Organisation, die das ernst nimmt, proklamiert genau das. Viele sogar laut und regelmäßig. Security-Kultur als Wert, als Bekenntnis, als Folie in der Jahrespräsentation.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="-die-wirklichkeit"&gt;🔍 Die Wirklichkeit&lt;a class="heading-anchor" href="#-die-wirklichkeit" aria-label="Link zu diesem Abschnitt"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Aber dann kommt die Praxis. Die Sicherheitsexpertin, die kritische Befunde dokumentiert, bekommt beim nächsten Auftrag einen engeren Scope. Die Risikomanagerin, die „hoch&amp;quot; einschätzt, wird gebeten, die Bewertung vor dem Board-Meeting zu überdenken. Der Entwickler, der in der Sprint-Review einen Einwand äußert, erntet ein Augenrollen. Der CISO, der unbequeme Zahlen präsentiert, lernt mit der Zeit, welche Themen willkommen sind.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Die Generalprobe, die niemand nutzt</title><link>https://blog.0x2e6b6169.de/posts/2026-03-16-interne-audits/</link><pubDate>Mon, 16 Mar 2026 07:35:00 +0100</pubDate><guid>https://blog.0x2e6b6169.de/posts/2026-03-16-interne-audits/</guid><description>&lt;h2 id="-die-situation"&gt;📋 Die Situation&lt;a class="heading-anchor" href="#-die-situation" aria-label="Link zu diesem Abschnitt"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Das interne Audit steht an. Entweder beginnt jetzt wochenlange Vorbereitung: Dokumente suchen, Lücken schließen, Antworten einstudieren. Oder es passiert gar nichts – und das Nachdenken beginnt erst, wenn die Auditorin im Raum ist.&lt;/p&gt;&#10;&lt;h2 id="-wie-es-oft-läuft"&gt;❌ Wie es oft läuft&lt;a class="heading-anchor" href="#-wie-es-oft-l%c3%a4uft" aria-label="Link zu diesem Abschnitt"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;&#10;&lt;p&gt;Die Auditorin stellt Fragen. Die Auditierte antwortet präzise und knapp. Jedes Wort ist vorher überlegt. Probleme? Die gibt es offiziell nicht – oder sie tauchen in abgemilderter Form auf. Der Bericht landet im Ordner, die Maßnahmen auf einer Liste, die niemand priorisiert. Ein Jahr später: dasselbe Spiel.&lt;/p&gt;</description></item></channel></rss>