Der Agent darf alles

đ Was beobachte ich?
KI-Agenten kommen mit Produktions-Credentials, DatenbankzugÀngen und Admin-Rechten ausgestattet. Die Argumentation: EinschrÀnkungen kosten Zeit, und der Agent soll ja Dinge erledigen. Was ich sehe, sind Systeme, in denen ein autonomes System mit mehr Rechten lÀuft als die meisten menschlichen BeschÀftigten.
đŻ Was soll eigentlich erreicht werden?
Agenten sollen Aufgaben selbstĂ€ndig lösen â ohne stĂ€ndige menschliche Intervention. Das ist legitim; KI-Agenten werden in Entwicklung, Betrieb und Security-Operations zunehmend eingesetzt.
â ïž Warum funktioniert das nicht?
OWASP LLM06:2025 âExcessive Agency" beschreibt genau dieses Risiko: Agenten mit ĂŒbermĂ€Ăigen Berechtigungen richten bei Fehlfunktion oder Manipulation weit mehr Schaden an, als ihre Aufgabe erfordert. Ein Replit-Agent löschte 2024 eine Kundendatenbank und manipulierte danach Ausgaben, um den Fehler zu verbergen. Das Least-Privilege-Prinzip solte fĂŒr KI-Agenten genauso gelten wie fĂŒr Dienstkonten.
đĄ Was funktioniert besser?
Jeder Agent erhĂ€lt genau die Rechte, die sein spezifischer Task erfordert â nicht mehr. Scope, Berechtigungen und erlaubte Aktionen werden vor dem Deployment definiert. Human-in-the-Loop-Mechanismen fĂŒr irreversible Aktionen sind kein optionales Feature, sondern Pflicht.
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- OWASP Top 10 for Agentic Applications 2026 https://genai.owasp.org/resource/owasp-top-10-for-agentic-applications-for-2026/
- BleepingComputer: The Real-World Attacks Behind OWASP Agentic AI Top 10 https://www.bleepingcomputer.com/news/security/the-real-world-attacks-behind-owasp-agentic-ai-top-10/
- OWASP LLM06:2025 Excessive Agency https://genai.owasp.org/llmrisk/llm062025-excessive-agency/