🔍 Was beobachte ich?

Die Stelle ist ausgeschrieben, das Organigramm aktualisiert, die Pressemitteilung fertig. Die Organisation hat einen CISO – damit ist Cybersicherheit geregelt. Im besten Fall bringt der CISO auch noch Magical Security Dust mit. Hire a Hero: Expertise einkaufen, Verantwortung abgeben, fertig.

🎯 Was soll eigentlich erreicht werden?

Cyber-Risiken professionell managen. Sicherheitsverantwortung verankern – nicht bei einer Person, sondern dort, wo täglich Entscheidungen mit Sicherheitsrelevanz fallen.

⚠️ Warum funktioniert das nicht?

CISOs bekommen täglich Meldungen: ungepatchte Server, SaaS-Verträge ohne Security-Anforderungen, Features ohne aktuelles Threat-Modell. CISOs schreiben Berichte. Der Verizon DBIR zeigt das Muster: Die häufigsten Angriffswege – ausgenutzte Schwachstellen, Konfigurationsfehler, kompromittierte Konten – entstehen überall in der Organisation. Hire a Hero ist der Versuch, Sicherheitsverantwortung zu bündeln – für etwas, das sich nicht bündeln lässt. Die Person, die für Arbeitssicherheit zuständig ist, bindet den Beschäftigten auch nicht die Schuhe.

💡 Was funktioniert besser?

Risikoeigentümerschaft gehört in die Fachbereiche. Mandat kommt vom Management. CISOs sind Enabler und Sparringspartner, kein Sündenbock in Reserve. Sicherheitskultur entsteht, wenn Security aufhört, der Abladeort für alles zu sein, wofür sonst niemand Verantwortung übernehmen will.

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